© 2011 Kuringa. Impressum
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KURINGA ist ein Raum für Theater der Unterdrückten in Berlin: für die kreative Verbreitung der Methode durch Forschung, künstlerische Produktion, Qualifizierung, Projekte und Forumtheatergruppen. Unsere Initiativen zielen auf die Stärkung von – lokalen, regionalen und internationalen – solidarischen Netzwerken für konkrete und kontinuierliche Aktionen.

 

Theater der Unterdrückten ist eine ästhetische Methode zur Transformation der Realität, begründet vom brasilianischen Theaterregisseur Augusto Boal.

 

KURINGA Forumtheatergruppen bringen Fragen zu Herausforderungen des gesellschaftlichen Lebens auf die Bühne, um Dialog über Veränderung und die Überwindung von Unterdrückung anzuregen. Die Gruppe Madalena-Berlin ist Teil eines internationalen Netzwerks von Theater der Unterdrückten Praktikerinnen, die Diskussionen und konkrete Aktionen zum Thema Frauenrechte anstoßen. KIKMA wird durch die große Vielfalt der Bewohner*innen Berlins bestimmt und vertieft die Diskussion über Migration, Etabliertenvorrechte und soziale Gerechtigkeit.

 

KURINGAs künstlerische Produktionen sind Ergebnis eines Recherche-prozesses zur Ästhetik der Unterdrückten, basierend auf Klang/Rhythmus, Bild und Wort. Die Ästhetik der Unterdrückten möchte kreative Potentiale entdecken und einen autonomen, kritischen Blick auf die Gesellschaft stärken. “HOTEL EUROPA”, die Forumtheaterproduktion des TOgether Projekts, ist ein Beispiel dafür, wie ästhetische Recherche, gemeinsames Lernen, künstlerische Produktion und konkrete und kontinuierliche Aktionen verbunden werden können, in einem internationalen Netzwerk von TdU-Initiativen aus Amiens, Barcelona, Berlin, Bologna, Edinburgh, Lissabon und Pula.

 

Das KURINGA Qualifizierungsprogramm zum Theater der Unterdrückten wurde von Bárbara Santos entwickelt, die zwei Jahrzehnte lang Kollegin von Augusto Boal in Brasilien war und in mehreren Ländern an der Entwicklung, Durchführung, Koordinierung, Supervision und Evaluierung von Weiter-bildungsprogrammen gearbeitet hat. In Berlin wird das Programm gemeinsam mit Christoph Leucht und Till Baumann umgesetzt.

 

Das KURINGA Programm verbindet theoretische Vertiefung mit praktischer Erfahrung und trägt so zur beständigen Weiterentwicklung der Praxis der Methode bei. Wissen und Erfahrung werden durch gemeinsame künstlerische Produktionen entwickelt, als praktische Anwendungen der theoretischen Konzepte und als mögliche Referenz für den eigenen Multiplikationsprozess.

 

Das Programm besteht aus zwei zwölftägigen Kursen, ergänzt durch Seminare, Theaterlaboratorien und das jährliche APRIL in KURINGA Forumtheaterfestival.

 

Das KURINGA Qualifizierungsprogramm und das APRIL in KURINGA Forumtheaterfestival tragen dazu bei, solidarische Netzwerke für den Austausch von TdU Community Gruppen und Praktiker*innen untereinander zu schaffen, als Basis für die Zusammenarbeit bei der Transformation der Realität.